Da war irgendwann dieser Moment. Dieser Momente wo ich mir dachte: „Was tust du hier eigentlich? Du hast weder richtig Bock auf Social Media, noch hast du eigentlich Lust in den Tiefen des Internets zu wühlen und für ein Thema, welches irgendwie nicht mehr deins ist, zu recherchieren..“.

Für mich war die logische Schlussfolgerung, wie bei uns im Pott üblich: „Schicht am Schacht.“

Zumindest vorerst.

Denn wie soll ich für etwas schreiben, wofür ich nicht mehr 100% brenne? Das kann und will ich nicht, jedoch fühlt es sich in erster Linie auch einfach falsch an. Die Texte werden lieblos, die Instagram Posts fühlen sich eher nach Pflicht als Spaß an und der Algorithmus hasst uns kleine Blogger:innen eh alle.

Hinzukommt dieses Vergleichen mit anderen Blogger:innen, auch wenn dies tatsächlich nicht wirklich groß bei mir im Fokus stand. Aber naja, irgendwie tut man es ja doch ein wenig. Wenn auch nur ein klein wenig.

Auch wenn die letzten Monate hier Schicht am Schacht war, so weiß ich natürlich weiterhin: Umweltschutz ist wichtig!

Es hat bei mir auch immer noch eine sehr hohe Priorität nachhaltig zu leben und Entscheidungen für meine Umwelt zu treffen, aber nein, ich will über dieser Thema nicht nur primär berichten und mir dadurch den Blickwinkel auf andere tolle und interessante Dinge aus dem Leben nehmen, über welche ich viel lieber schreiben und berichten würde wollen.

Dies hat für mich vor allem 3 Gründe, welche mich bestärken einfach mein neues Ding (whatever it is) zu starten:

  1. Da draußen gibt’s einfach Menschen, welche das Thema Umwelt-/ Klimaschutz und Nachhaltigkeit viel besser können und dafür nicht nur brennen, sondern Feuer sind. Die Texte sind Bombe, die Bilder sind aus dem Hochglanzmagazin und diese Menschen haben ein Kopp der für Selfies von den Engeln erschaffen wurde.
  2. Ich habe viele Hobbys! Sei es mich kreativ auszulassen, Fachbücher und Romane zu lesen, gemeinsam vegetarisch (oftmals vegan) zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren, nach Köln/Münster zu fahren und das Feeling dieser, für mich, unglaublich tollen Städte einzusaugen, nach Schweden zu reisen und mehrere Wochen dort in voller Zufriedenheit zu verbringen oder einfach mit meinem Tretroller durchs Dorf zu brettern und Kastanien zu sammeln, welche Zuhause als Deko dienen. Hinzukommt mein Schwedisch Unterricht und das Lernen und auch im Kopf behalten dieser wundervollen Sprache.

..und da kommen wir auch direkt zu dem dicksten Punkt in dieser kleinen Ausführung:

  1. Ich will in meiner Freizeit, soweit es möglich ist, Dinge erleben, welche mir gut tun. Klar geht das nicht immer, jedoch kann ich sicher noch selber bestimmen was auf meinem Blog stehen soll und was nicht mehr. Denn Hand auf‘s Herz: Meine Stärke war nie großartig Social Media Bummens und fleißig gegen den Algorithmus zu kämpfen oder meinen lockigen Kopp in die Kamera zu halten und zu strahlen oder traurig zu schauen, wenn die Eisberge doch schneller schmelzen als eh schon von Wissenschaftler:innen vermutet. No way. Das bin nicht ich und ich will auch nicht zu dieser Person werden.

Ich bin eher laut, wenn ich nicht gerade ruhig bin. Lese gerne Geschichten von Zeitzeug:innen und Heinz Strunk Romane, wenn ich nicht versuche zu stricken und daran verzweifle irgendwelche Maschen wiederzufinden. Ich roller
lieber mit meinem Freund durch die Hood, als mit der Bahn neue Städte quer durch good ol’ Germany zu entdecken und benutze auch lieber das Auto um Ausflüge nach wo auch immer hin zu starten.

Ich esse lieber vegetarisch an unserem, aus Versehen, mit Aquarellstiften bemalten Tisch als mich auf die Suche nach dem hippsten veggie Café zu begeben und ja, ich gehe auch mal zum schwedischen Riesen, weil ich wahrlich nicht alles über Kleinanzeigen (lohnt sich trotzdem immer mal wieder zu schauen!) finde und freue mich dort ein bisschen skandi Feeling zu erhaschen.

ABER: Ich schreibe trotzdem immer noch sehr gerne! Gerne, über das alltägliche Leben. Über das einfache Leben so wie es halt ist und so wie es halt nun mal kommt und ich denke das geht auch voll klar! Weiterentwicklung bedeutet für mich, Dinge sein zu lassen, welche einem nichts mehr geben und mich persönlich vom Gefühl her nicht nach vorne bringen.
Dies kann und muss natürlich jeder Mensch für sich selber entscheiden, was überhaupt nach vorne gehen und Entwicklung bedeutet! Dies ist mir wichtig zu betonen. Mach dein Ding. Du rockst das!

Ich für meinen Teil will mich weiterentwickeln dürfen und werde dies mit selbstbestimmten Schritten auch tun. Ich habe Bock jeden Tag auf‘s Neue was zu lernen, genauso wie ich auch mal Bock habe auf der Couch eine ruhige Kugel zu schieben

PS: Dies ist der erste Text seit langem und fühlt sich einfach super befreiend an einfach los zu schreiben und keinen festen Fahrplan zu haben. Für mich steht fest: Das ist der Weg. 😉