O du nachhaltige Weihnachtszeit oder weniger ist mehr. Außer bei Keksen.

O du nachhaltige Weihnachtszeit oder weniger ist mehr. Außer bei Keksen.

Hohohooo ihr Lieben und welcome back auf ruthmachtmut.de!

Da ich Weihnachten und die Zeit mit meiner Familie sehr gerne habe und diese echt genieße, habe ich mir gedacht auch ich springe mal auf die immer schneller rasende Dampflok in Richtung Weihnachten auf und haue euch ein paar grüne Tipps zum Thema nachhaltige Weihnachten um die Ohren.

Also spitz eure elfenartigen Lauscher und aufgepasst! Seid aber gewarnt, denn ich bin absolut keine DIY Queen was das Thema „bastelt doch mal was“ betrifft. Auch verfechte ich nicht grundsätzlich gekaufte Geschenke. Denn auch diese können ja gut durchdacht, nachhaltig sein oder eure Nachhaltigkeit positiv beeinflussen. Hier nun ein paar eher untypische Tipps und Gedankenanstöße rund um das Thema nachhaltige Weihnachten. Also was soll das Rumgesülze, eine Prise Humor, ein wenig Sarkasmus and here wo go!

  • Meine Nummer 1 und ein absolutes „must do“ zu Weihnachten oder auch allgemein wenn es um das Beschenken von euren Lieben geht: Die Verpackung! Weg mit dem Geschenkpapier! Ja, ich weiß es gibt ganz tolles Papier in allen erdenklichen Mustern und Farben zu kaufen und manche Hersteller werben mit ein bisschen Nachhaltigkeitsblabla, aber Hand auf das kleine Herzchen.. Das Papier wird im Normalfall zerrissen und dies war es dann leider auch schon. Im Normalfall wird sich auch keiner mehr ein paar Wochen später daran erinnern „Wie hübsch doch das Geschenkpapier von Tante Renate war“. Quatsch! Ey Renate her mit dem Inhalt! Haha. 😀 Heutzutage setzt sich keiner mehr wie unsere Oma hin und öffnet das Geschenk mit solch einer unglaublichen Engelsgeduld, sodass man als schenkende Person innerlich schon leicht am Kochen ist und denkt „Komm Omma jetzt aber mal zackiger hier, gleich gibt Essen!“. Geschenkpapier wird heutzutage einfach nicht mehr wiederverwendet. Daher nehmt doch einfach Materialien, welche von der Beschaffenheit ähnlich sind, jedoch einen Wiedergebrauchswert haben. Mein Liebling ist dort zum Beispiel ein Geschirrtuch! Die gibt es nämlich auch in wunderschönen weihnachtlichen Designs und die beschenkte Person wird sich sicher freuen. Egal ob als schöne Deko am Ofen gehangen oder als Gebrauchsgegenstand. Festgezurrt wird das Ganze mit einer selbstgemachten Kordel aus Wolle oder Paketband aus Naturfaser und tada fertig ist ein wirklich individuell eingepacktes Geschenk. Was bei mir zuhause auch zum Einsatz kommt sind alte Geschenktüten aus Papier, welche ich selber geschenkt bekommen habe. Kaufen tue ich diese selber nicht. Entweder ich habe die passende Tüte oder das Geschenk wird halt doch in ein Tuch eingewickelt. Letztes Jahr habe ich kleine Handtücher in rot genommen. Geht auch, aber man muss realistischerweise sagen, dies sieht eher wuchtig statt edel aus.
  • Tipp Nummer 2: Macht euch beim Kauf des Geschenks wirklich Gedanken um die Person welche ihr beschenken wollt. Ich finde dies ganz wichtig, denn nur irgendein Geschenk kaufen, um nicht ohne etwas am Weihnachtsbaum dazustehen, macht keinen Spaß. Weder als schenkende Person und auch nicht als Empfänger*in des Geschenks. Wenn ihr euch keine Gedanken um die Wünsche der zu beschenkenden Person machen wollt oder auch einfach nicht könnt, dann seid so ehrlich zu euch selbst und lasst es einfach sein. Denn Schenken nur um des Schenkenswillen? Wollt ihr dies wirklich? Ich weiß das sich dies sicher komisch oder auch für manche egoistisch anhört, aber wollen wir wirklich unserer Tante, mit der wir sonst nichts zu tun haben, außer zur Pflichtveranstaltung Weihnachten, etwas schenken, nur weil es die Konsumgesellschaft so will? Also ich würde dies definitiv nicht wollen und finde es auch eher unangenehm so etwas von mir zu verlangen. Das Thema bedarf sicher etwas Klärung im Familienkreis, aber wenn dies einmal geklärt ist, wer und in welchem Ausmaß wen beschenken mag, der findet bestimmt bald mehr Freude am Kaufen oder Basteln der Geschenke, denn man macht es wirklich für die Menschen welche man gern hat.
  • Mein Tipp Nummer 3 für euch schließt sich wunderbar an Nummer 2 an. Denn wir wissen Weihnachten neigt oft dazu auszuarten. Sei es was das Kochen betrifft oder das Kaufen von Geschenken. Aber bleiben wir vorrangig bei den Geschenken. Urplötzlich sind sich alle sicher: Mehr ist mehr! Wieso das Ganze? Die Abhilfe sind strikte Preislimits beim Kauf der Geschenke! Hierzu muss ich sicher nicht sonderlich viel schreiben, denn wir wissen alle wie Weihnachten unser Portmonee zum Schrumpfen bringt. Weihnachten und das Kaufen von Geschenken kann preislich ziemlich schnell unser Geld verschlingen. Auch die Werbung vermittelt uns wir müssen mehr konsumieren, uns auch mal was gönnen und es gab noch nie ein sooo schwieriges Weihnachten wie jetzt. Also gönnt euch mal so richtig! Da die Unternehmen jedoch profitorientiert arbeiten, geht es natürlich nicht darum unser Wohlbefinden zu steigern, sondern schlicht um den reinen Gewinn. 😉 Wenn die kaufwütige Meute sich mehr gönnt, na dann landet mehr in den Kassen der Läden. Ich möchte hiermit grundsätzlich nicht gegen das Kaufen von Geschenken stänkern, aber bitte, wie so vieles im Leben, mit Bedacht.
  • Wo wir nun auch bei Tipp 4 angekommen sind und ich beim Schreiben wieder feststelle wie Nachhaltigkeit einfach so ungemein viel mit einem bewussten Konsum zu tun hat. Der vierte Tipp lautet nämlich: Schenken mit Sinn! Schenkt Gegenstände die lange benutzt werden können, den Alltag der Person vereinfachen bzw. bereichern oder ihr wirklich Freude bereiten. Denn es freuen sich nicht alle Menschen über Socken, einen Haartrockner, ein Fondue Set oder Gutscheine von einem der beliebten Duftstoffläden. Also ich freue mich schon bei Socken.. solange sie bunt sind, aber das trifft wohl nicht auf die Mehrheit zu. Wie dem auch sei. 😉 Mit sinnigen Geschenken könnt ihr nämlich sicher gehen das kein Umtausch folgt oder das Geschenk sogar im Müll landet. Geschenke mit Sinn sind somit auch die nachhaltigeren. Sei es nur ein Thermobecher für jemanden der viel on the road ist, ein bunter Emailletopf für die passionierten Hobbyköche und Köchinnen unter uns (es macht so unglaublich Spaß mit so einem Topf zu kochen!!) oder einer Tasche welche die Beschaffenheit hat die Person ein ganzes Leben begleiten zu können. Ich finde solche Geschenke ganz herrlich und weiß diese kommen von Herzen und meine Lieben haben sich Gedanken gemacht. Übrigens solche Geschenke muss man auch kostentechnisch nicht auf eigenen Schultern tragen. Zusammen sind wir stark und man kann auch ruhig zusammenschmeißen um einer besonderen Person einen Wunsch erfüllen zu können. Wir sind ja nicht alle als Millionärstochter oder Sohn geboren. Von daher no shame! 🙂
  • Ach wie schnell die Zeit vergeht und ich habe gefühlt auch schon wieder viel zu viel drumherum geschrieben. Egal, hier ist Nummer 5 frisch für euch aus dem warmen Ofen. Nachhaltige Weihnachten haben auf jeden Fall auch etwas mit Lebensmittelverschwendung zu tun, denn was glaubt ihr wie viele Unmengen zu Weihnachten wohl weggeschmissen werden? Egal ob schon vor Ort im Einzelhandel oder zuhause. Aber wen wundert es auch! Schaut euch die Einkaufswagen im Supermarkt an. Sie sind voll bis obenhin. Klar weil man Weihnachten ja auch 3 Kilo Roastbeef, 1,8 KG Lachs, Berge aus Mett, 5 Toastbrote und 3 Tonnen Mandarinen nur alleine zum Frühstück isst! Ich liebe gutes Essen Leute, versteht mich nicht falsch, aber wenn ich schon so einen Batzen aufgetischt sehe.. boah ne da mag ich mich ja schon nicht mehr setzen. Bei Mutti gibt es zwei Gerichte. Am 24 und die gleichen Gerichte auch nochmal am 25. Das bringt einen nicht um! Erstens nicht weil die Muddi kochen kann und zweitens nicht, weil auch Restemampfi himmlisch gut sein kann. 🙂
  • Bei Tipp Nummer 6 geht es direkt an das Herzstück zu Weihnachten. Der Baum! Nein, kein normaler Baum. Der one and only heilige Weihnachtsbaum. Ich traue mich mal das Prinzip dahinter ein bisschen zu hinterfragen. Denn der stachelige Baum wird großgezogen und wenn der kleine Racker in seiner vollen Pracht steht wird er ein Kopf kürzer gemacht.. schon schade irgendwie, oder? Wenn ihr mal im Sauerland wart oder an einem anderen Ort wo solche Bäume in Monokulturen gezüchtet werden (Bei uns im Pott kommen Bäume einfach aus dem Sauerland! Ich kann mir ja fast nicht vorstellen woanders produziert noch wer Bäume.. Weihnachtsbaummonopol quasi! Haha.. :-D) müsst ihr sicher auch feststellen, wie unglaublich groß die Flächen sind wo Weihnachtsbäume, ich nenne es mal so, „produziert“ werden. Aber wer nicht auf den grünen Kollegen verzichten mag, hier mein Tipp: Haltet mal nach Bäumen mit Ökosiegel Ausschau. Die gibt es nämlich mittlerweile immer häufiger. Dazu habe ich euch einen lehrreichen Beitrag bei Utopia rausgesucht [1]. Auch finde ich Holzalternativen als Dauerlösung sehr schön. Ich mag diesen skandinavischen Stil eh sehr. Wie immer natürlich Geschmackssache, aber sieht doch irgendwie schon schöner als als so eine Plastikkrücke, oder?

So jetzt hatten wir schon die Verpackung, die Geschenke, das Essen und den heiligen Baum. Was gibt es noch an eher untypischen nachhaltigen Tipps für das Weihnachtsfest?

So ihr Lieben, mich würde es freuen wenn euch der ein oder andere Tipp gefällt oder ihr ein paar neue Denkansätze mitnehmen könnt. Macht es am Ende so wie ihr es für richtig erachtet! Das sollte immer eure Prio 1 sein. Es muss sich für euch gut und richtig anfühlen. Bis dahin wünsche ich auch allen eine schöne Vorweihnachtszeit und denkt daran: Dieses vielleicht gewöhnungsbedürftige Weihnachten ist nur eine Momentaufnahme. Lasst uns zusammenhalten und auch dann schaffen wir gemeinsam bald wieder zurück in die Normalität und haben vlt. das Eine oder Andere über und selbst gelernt.

Ruth

Ruth

Hallo und herzlich willkommen ihr Andersmacher, Sonderlinge und Ökolatschenträger! Ich bin Sandra und die Person hinter dem Blog ruthmachtmut.de. Dich interessieren regionale und globale Beiträge sowie Tipps rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz? Du hast Lust auf DIYs? Dann wirst du hier sicherlich noch viele interessante Beiträge finden!

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