Auf wessen Kosten, kosten wir unsere Prise „Billig“ eigentlich aus? – #whomademyclothes

Auf wessen Kosten, kosten wir unsere Prise „Billig“ eigentlich aus? – #whomademyclothes

Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zurück zu einem weiteren Beitragsspecial auf ruthmachtmut.de, eurem Blog aus dem Herzen des Ruhrgebiets, wenn es um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht!

Weiter geht es mit Teil 2 zum Thema Fast Fashion/Wegwerfmode! Habt ihr Teil 1 noch nicht gelesen? Dann aber zackig! Here you go! Klicke hier für Teil 1.

Nachdem wir uns im ersten Teil allgemein mit dem Begriff Fast Fashion vertraut gemacht haben, werden wir nun mal schauen woher eigentlich die billige Flut an Kleidung kommt und in unseren Läden der Städte landet.

Wer macht meine Kleidung?

Seit 2000 gibt es nun schon Firmen welche sich auf Wegwerfmode spezialisiert haben und bringen teils bis zu unglaubliche 24 (!) neue Kollektionen raus. Hier werden die meisten Bekleidungen seitens der Modeketten natürlich nicht in Europa und unter den damit, für uns als Käufer*innen, verbundenen besseren Umständen (auch hier gibt es natürlich, wie bei allem, Ausnahmen) hergestellt. Die Herstellung findet in armen südlichen und östlichen Ländern in unserer Welt statt. Eines davon ist Bangladesch in Südasien. Hier stellt der, den meisten Menschen doch wohl sehr bekannte, Riese mit den zwei roten Buchstaben als Firmennamen aus der schönen, schwedischen Hauptstadt Stockholm seine Kleidung her und steht, wie auch seine anderen Fast Fashion Freunde, immer wieder in der Kritik was Arbeitsbedingungen und Menschenrechte betrifft.

Teils blicken selbst die Firmen hinter der billigen Mode nicht wirklich durch woher ihre eigene Mode stammt, denn das Herstellungsland, welches am Ende in den Etiketten der Bekleidung genäht wird, zeigt nur den Landesnamen in welchem die Bekleidung zwar zusammengenäht wurde, jedoch ist dies aber lange noch nicht das Land wo die Baumwolle verarbeitet, die Färbung durchgeführt oder die Mode zum Beispiel durch Stone Washing getunt wird.

Somit wird die Reihe von Produktionsorten/Produktionsländern und den Arbeiter*innen, welche hinter diesen Machenschaften der großen Modeketten ausgenutzt werden, so lang, dass man die Frage #whomademyclothes? einfach kaum noch pauschal beantworten kann. Indien! Joa, gut möglich. Taiwan! Kann vielleicht auch sein. China! Bestimmt auch. Denn wer hat wohl nun am Ende des Tages auf ihre Kosten meine Prise „Billig“ hergestellt? Man wird es wohl leider nie genau erfahren können.

Seit 2000 boomt das Geschäft mit der Wegwerfmode nur so und im Jahr 2014 hat sich die Produktion dieser schon verdoppelt gehabt! Ein Ende dieses Booms ist nicht in Sicht und die Modeketten, welche wie Pilze aus dem Boden sprießen, das Stadtbild jeder mittelgroßen City prägen und die schnelle Mode für den kleinen Geldbeutel anbieten, werden von Jahr zu Jahr mehr.

Zu dem Kreis der Fast Fashion Giganten gehören neben dem schwedischen uns allbekannten Riesen H&M auch Zara, Topshop, KIK, Primark und Co. Deren Ziel? Mehr Profit und die Marke durch den unschlagbaren Preis noch mehr in den Markt drücken. Koste es was es wolle. Fairer Lohn? Menschenrechte? Arbeitsschutz? Kampf gegen Diskriminierung? Nicht mit diesen Giganten. Wer dazu bereit ist Tonnen an Kleidung wegzuschmeißen, bedingt durch „Transportschäden“ oder Schimmel (was natürlich nicht der Wahrheit, der Überproduktion, entspricht), der legt auch erst recht kein Wert auf Missstände, sei es menschliche oder auch materielle, bei der Produktion.

Vorteile von Fast Fashion:

  • aktuelle Mode zum unschlagbaren Preis
  • fast in jeder mittelgroßen City erhältlich

Nachteile von Fast Fashion:

  • mindere Qualität
  • umweltschädliche Herstellung
  • schlecht Arbeitsbedienungen in Herstellungsländern
  • ggf. schädliche Materialien für die Endverbraucher*innen und Arbeiter*innen
  • unkalkulierbare Produktion der Bekleidung und dementsprechende Vernichtung der überschüssigen Ware
  • sonstige, wie strenger Geruch, starkes Ausbluten der Farbe, schnelle Verformung beim Waschen, usw.

Für ausführliche Informationen schaut bitte unbedingt mal in den Quellen vorbei, welche ich euch unten angebe, denn es scheint mir unmöglich alle wirklich bedeutenden Informationen in einen Beitrag zusammenzufassen, aber vorher die Bitte:

Werdet euch der Sache bewusst. Günstige Kleidung hängt nicht einfach so in den glitzernden und mit fetziger Musik beschallten Läden eurer City herum und es gibt keine Geschichte dahinter.

Jedes Teil, welches in den riesigen und auch kleinen Läden auf einem Kleiderbügel hängt, hat eine Geschichte. Du entscheidest welche weitergeführt wird. Also sei schlau. Setzte dich bei deinem nächsten Kauf gegen Wegwerfmode ein und somit wohl möglich auf ein Happy End.

*Werbung, da Nennung von Marke

Quellenangaben:

Konsumkollaps durch Fast Fashion- Greenpeace

Fast Fashion – Die Ausstellung

Ruth

Ruth

Hallo und herzlich willkommen ihr Andersmacher, Sonderlinge und Ökolatschenträger! Ich bin Sandra und die Person hinter dem Blog ruthmachtmut.de. Dich interessieren regionale und globale Beiträge sowie Tipps rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz? Du hast Lust auf DIYs? Dann wirst du hier sicherlich noch viele interessante Beiträge finden!

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