Für die Tonne – Lebensmittelverschwendung Teil I

Für die Tonne – Lebensmittelverschwendung Teil I

Hallo ihr neugierigen Wichtel und herzlich willkommen zu einem mehrteiligen Beitrags Special auf ruthmachtmut.de!

Ein Thema welches mich aktuell immer wieder beschäftigt und für viel Kopfschütteln und Fragezeichen in meinem bemützten Kopf sorgt ist das Thema Lebensmittelverschwendung.

Mit diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Fakten hierzu zusammentragen und euch, wenn ihr dies nicht ohnehin schon seid, für diese Thema sensibilisieren.

Ihr lieben Wichtel, ich quatsche jetzt auch nicht lange um den Pudding herum, los geht es!

So schön wir auch augenscheinlich recyceln, so viel landet bei uns Deutschen aber auch an Lebensmitteln grundlos in der Tonne. In Deutschland wird nämlich, im Vergleich zum europäischen Ø, einiges mehr an Müll pro Kopf verursacht als in manchen unserer Nachbarländer wie z. B. Slowenien oder Tschechien. Laut der Verbraucherzentrale entsorgen wir (bedeutet in diesem Fall: Hersteller, Handel und Privatpersonen) ca. 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr! 18 Millionen Tonnen Lebensmittel, von welchen der größte Teil nicht entsorgt werden müsste.

Man geht hier von einer zu rettenden Menge aus welche ca. 10 Millionen Tonnen betragen soll. Somit wird mehr als die Hälfte an kostbaren Lebensmitteln verschwendet und eine Ausbeutung von Ressourcen und an Mutternatur betrieben, welche schon seit Jahren alarmierend ist! Während wird unsere Dekadenz weiter voran treiben, so müssen immer mehr Menschen hungern. Wir sind, ironischerweise, so übersättigt, dass kaum Wertschätzung mehr stattfindet. Diese Tatsache macht mich wütend und gleichzeitig schäme ich mich dafür über unser System und uns selbst als Endverbraucher.

Wie kommt es zu einer so immensen Verschwendung?

Dies auf eine Gruppe innerhalb der Kette (Hersteller, Vertrieb. Privatperson) runter zu brechen ist nicht möglich, denn hier spielen mehrere Faktoren eine extrem große Rolle.

Die Verschwendung beim Hersteller:

  • Entspricht die Form, Farbe und das allgemeine Aussehen nicht den Erwartungen der Endverbraucher und den Normen, so gehen die Sachen vom Feld direkt in die Tonne! Alleine aus dem optischen Grund fallen diese kostbaren Naturalien aus dem Raster. Die Lebensmittel sind haargenau dieselben und bieten diegleiche Qualität wie ihre hübscheren Kollegen, müssen ihr Dasein trotz alledem damit verbringen in der Tonne langsam zu verrotten.
  • Der Endverbraucher erwartet zu jedem Zeitpunkt im Supermarkt die frischesten (und wie oben gelernt, die optisch natürlich auch schönsten) Lebensmitteln in den Auslagen der Läden. Bedeutet für den Hersteller wiederum riesige Mengen produzieren zu müssen um dies kontinuierlich gewährleisten zu können. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch, dass Massen an Lebensmittel produziert, verpackt und transportiert werden müssen um den Händler mit dementsprechenden Mengen versorgen zu können und genau hier haben wir ein weiteres Problem in dieser Kette. Es werden Lebensmittel hergestellt um den eh schon über Jahren hinweg gesättigten Markt weiter schön fett zu halten. Das Ende vom Lied bedeutet hier auch wieder: Die Lebensmittel werden nicht gekauft und werden somit entsorgt.
  • Die Preise sind im Keller. Dies auch schon seit Jahren. Für den Bauer ist es oftmals einfach besser seine Milch und sein Gemüse direkt wegzuschmeißen, anstatt dies zu reinigen, zu verpacken und auf den Transportweg zu bringen. Von daher gilt auch hier wieder: Lebensmittel für die Tonne!
  • Hinzu kommen je nach Hersteller und Bauern individuelle Probleme. Dies können Probleme bei der Lagerung sein, der Befall von Schädlingen oder durch den Klimawandel verstärkte Wetteranomalie wie z. B. Hitzeperioden, Starkregen und Stürme.

Diese sind nur ein Teil der zahlreichen Probleme welche entstehen bevor wir überhaupt nur ein Teilchen in unseren Einkaufskorb gelegt haben. Jedoch bestimmen wir auch schon in diesem Schritt die Verschwendung von Lebensmitteln mit. Denn von uns, dem Endverbraucher, wird erwartet, alles zu jeder Zeit erwerben zu können und genau dies wirkt sich wiederum auf das Verhalten der Beschaffung von Lebensmittel auf den Händler aus, welcher wiederum den Hersteller dazu anhält mehr zu produzieren. Ein Teufelskreis.

Ein Teufelskreis welcher zu bekämpfen gilt.

Im nächsten Teil schauen wir uns die Lebensmittelverschwendung innerhalb der Geschäfte und Gastronomie an.

Bis dahin wünsche ich auch alles Gute und denkt daran: Wertschätzung ist sexy und weniger ist mehr!

Ruth

Ruth

Hallo und herzlich willkommen ihr Andersmacher, Sonderlinge und Ökolatschenträger! Ich bin Sandra und die Person hinter dem Blog ruthmachtmut.de. Dich interessieren regionale und globale Beiträge sowie Tipps rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz? Du hast Lust auf DIYs? Dann wirst du hier sicherlich noch viele interessante Beiträge finden!

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