Für diesen Beitrag habe ich mir keinen lustigen Titel ausgedacht, denn dieses Thema ist weder spaßig, noch empfinde ich große Freude, wenn ich mir anschaue was die knapp 200 Vertreter der Länder in Madrid beschlossen beziehungsweise nicht beschlossen haben.

Ernüchterung gepaart mit großer Enttäuschung und noch größerer Wut macht sich auch bei vielen Aktivist*innen und auch Politiker*innen breit, wenn es um die Ergebnisse und fehlende Erfolge der 25 UN-Klimakonferenz geht, welche in Madrid, stattfand.

Im Jahr 2015 verständigten sich die 196 Länder in Paris darauf, die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu halten oder im optimalen Fall auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Um dies zu garantieren wurden für die Teilnehmer Rahmenpläne erschaffen, welche einzuhalten sind um geregelt gegen die Erderwärmung vor zu gehen.

Nun, 2019, sollten weitere Vorgehensweisen wie Forderungen der ärmeren und vom Klimawandel stark benachteiligten Länder sowie unter anderem Regeln für Emissionsrechte angepackt werden. Hier müssten die großen Industrienationen wie die USA (werden aus dem Pariser Abkommen aussteigen [1]), Brasilien, China, Australien, Indien, Europa nicht nur guten Willen zeigen, sondern auch Taten folgen lassen. Doch auch hier wurde schnell klar, dass bis auf die EU (geplante Klimaneutralität bis 2050, siehe hierzu European Green Deal [2]) von guten Willen und dem tatsächlichen Wollen, mit keinem großartig positivem Feedback der anderen Länder zu rechnen war.

Dies finden die Aktivist*innen und Politiker*innen sehr besorgniserregend. Von einer klaren Linie und ein gemeinsames Ankämpfen gegen die globale Erderwärmung fehlt hier leider fast jegliche Spur. Der reine Wille zählt nicht. Es müssen Taten von allen Nationen folgen. Egal ob Japan, Australien oder Europa. Nun darf keine Zeit mehr verloren gehen und alle 5 Jahre darauf geschaut werden, ob sich eine kleine Besserung zu den Jahren zuvor in den Nationen getan hat, beziehungsweise, ob sich die Klimaschutzpläne der einzelnen Länder positiver und wohlwollender als die von vor 5 Jahren lesen lassen. Das auf dem Papier Niedergeschriebene ist der erste Schritt von vielen, noch größeren, welche zwingend folgen müssen!

Hier merkt man aber schnell, dass die Ambitionen etwas bewirken zu wollen in absolut keinerlei Verhältnis zu den auf uns zukommenden Problemen steht und vor allem die armen Länder, welche am meisten leiden werden, im Stich lässt. Die Enttäuschung vieler Vertreter von den unzähligen Inselstaaten ist nicht in Worte zu fassen. Sie fühlen sich von den Industriestaaten im Stich gelassen und stehen am Ende der UN- Klimakonferenz fassungslos da.

Noch ist der Kampf nicht verloren, aber die Zeit rennt uns sicherlich schneller davon als vielen von uns wahrscheinlich bewusst ist. Wir müssen jetzt etwas ändern! Die Politik muss mehr tätig werden als bisher und das Thema Klimawandel darf auf keinen Fall weiterhin von einigen Machthaber*innen weiter runtergespielt oder noch viel schlimmer verleugnet werden.

#allesfuersklima