Trash Talk

Trash Talk

Ich mag das Ruhrgebiet. Ich mag meine Heimat.

Die Menschen sind hart aber herzlich. Die Kulturen sind bunt gemischt und der Ruf unserer Städte ist schlechter als es hier wirklich ist. Ich bin stolz aus’m Pott zu kommen und fühle mich lebendig zwischen imposanter Industriekultur, Rhein-Herne Kanal und unzähliger grüner Halden. Ich bin der Meinung: Ruhrpott kann sich sehen lassen und aus’m Pott zu kommen ist sexy!

Aber und damit meine ich wirklich ein groß geschriebenes ABER….

Wat soll ich et schön reden?

Es ist dreckig hier und das leider auch oft nicht zu wenig.

Wir wissen alle das wir hier viele, viele Menschen sind, aber das was sich hier an unseren Seen, Flüssen und innerhalb unserer Wäldern oder auch einfach in den Städten abspielt macht mich und wohl auch viele andere Menschen wütend!

Damit meine ich nicht am Bahnhof liegt mal ein bisschen Müll herum, welcher sich vom Wind in einer Ecke gesammelt hat oder auf dem Weg zum Stadion liegen vereinzelt Becher auf dem Boden, welche die Krähen aus der Mülltonne gezupft haben.

Nein, hiermit meine ich einfach: „Hier liegt jede Menge Mist herum!

Egal ob Plastikbecher vom Fußballspiel am Wochenende, Schalen von der leckeren Currywurst, Kippen und deren Verpackungen und zerdepperte Bierflaschen, welche als Wegbiere zur Bahnhaltestelle gedient haben.

Bei uns wird man überrascht sein was hier alles rumliegt. Die oben genannten Objekte sind das Standard Repertoire. Keine Panik, denn wir können selbstverständlich noch mit mehr dienen!

Auch zu bieten haben wir hier Bekleidung wie Schuhe, Reifen mit oder ohne Felge, Kühlschränke, volle Windeln, Umverpackungen oder erst vor ein paar Tagen beim Spaziergang entdeckt Autofußmatten.

Da fragt man sich manchmal echt: „Vermisst das vielleicht noch wer?“

Jetzt aber mal im Ernst Ruhrpottpeople, was da los?

Mit welch einer Selbstverständlichkeit werden Kippen aus dem fahrenden Auto geschnippst und bahnen sich ihren Weg als freie Chemiekeule durch die Luft, auf die Straße und dann ab ins Grün. 15 Jahre später wird man den Kollegen dann auch nicht mehr wiederfinden. Überschaubarer Zeitraum, oder?

In unseren Wäldern kann man sich als Pfandpirat super seine Haushaltskasse aufbessern. Pfandflaschen alle paar Meter verteilt im Dickicht gepaart mit Taschentüchern, Plastikfitzeln von Bonbons, Hundekotbeutel (warum hängt man die dann eigentlich in Büsche?!) und Verpackungen von all den beliebten Fast Food Ketten.

Apropos Verpackungen von Fast Food Ketten. Unsere Autobahnauffahrten sowie auch die Abfahrten, von welchem wir hier im Pott echt ein Paar haben, sehen aus als ob unsere Mülldeponien dorthin verlagert wurden.

Plastikhalme, Burgerfolien, Saucenverpackungen und Becher liegen achtlos aus dem Autofenster geschmissen in den Büschen und Wiesen. Am besten noch mit Essenrsesten, denn der Mensch ist ja schließlich auch Gönner was die Natur und Tierwelt betrifft.

Kommt Leute, dies können wir doch wohl besser!

Ihr seit Raucher? Wenn das Aufhören als guter Vorsatz für das nächste Jahr mal wieder nicht klappt, nehmt eine alte Blechdose in eure Hosentasche mit und bewahrt dort eure Kippenstummel auf bis ihr zuhause seid oder unterwegs ein Mülleimer kommt. Denn denkt daran, der Filter steckt voller Chemie von dem Stück welches ihr geraucht habt. Das Schätzchen braucht in der Natur zwischen 10/15 Jahren bis dieser verrottet ist und schädigt dabei immens die Umwelt.

Ihr geht im Wald spazieren und futtert eine Tüte Bonbons? Ab in den nächsten Mülleimer. Klar, die Kollegen lassen manchmal echt auf sich warten, dies gebe ich zu, aber nicht den Mut verlieren, denn sie kommen die runden Freunde aus Blech!

Und meist hat man ja doch eh eine Tasche oder Rucksack dabei. Also wieder dort hineinpacken und den Müll mit nach Hause nehmen. Auch hier tut ihr der Natur einen unglaublichen gefallen euren Müll nicht achtlos wegzuschmeißen. Denn selbst eure Taschentücher brauchen je nach Material ca. 1 Monat bis 1 Jahr bis diese „verschwunden“ sind. Bei Verpackungstüten brauchen wir gar nicht in Wochen rechnen. Jahre und Jahrzehnte sind hier die richtige Einheit der Dauer für die Zersetzung.

Habt ihr im Auto gefuttert und nun? Wenn ihr es öfter macht legt euch doch einfach einen kleineren Beutel ins Auto. Regelmäßig leeren und fertig ist die Kiste. Ohne Witz. Mache ich auch so. Zwar nicht für fettigen Schmackofatz von Fast Food Ketten, aber für Müslieriegel, Parktickets, Taschentücher, usw.. Es gibt mittlerweile sogar so kleine Müllbeutelklipps für die Seitentür eures Autos. Die Dinger haben sogar einen kleinen Deckel und verunstalten auch nicht immens das Auto.

Es gibt da echt viele Lösungen und dies sind ja wirklich Dinge die jeder ändern kann und ich finde auch muss!

~

Ruhrpott? Ich hab‘ dich echt gern und ich weiß ganz viele andere auch.

Wir passen auf dich auf, denn du bist unsere Heimat.

Heimat für Malocher. Heimat für Kulturen.

Heimat für echte Typen. Typen die was ändern wollen und anpacken.

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Ihr seid auch der Meinung wir haben ein Problem was die Sensibilität für unsere Umwelt betrifft? Bin ich voll bei euch! Eigentlich sollte doch jeder von klein auf lernen, Müll gehört nicht auf den Boden und erst Recht nicht in die Natur. Was sagt ihr zum Thema „ich schmeiß meinen Müll in die Welt wie es mir gefällt“?

Lasst mal hören. Ich bin gespannt wie ihr damit umgeht!

Ruth

Ruth

Hallo und herzlich willkommen ihr Andersmacher, Sonderlinge und Ökolatschenträger! Ich bin Sandra und die Person hinter dem Blog ruthmachtmut.de. Dich interessieren regionale und globale Beiträge sowie Tipps rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz? Du hast Lust auf DIYs? Dann wirst du hier sicherlich noch viele interessante Beiträge finden!

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