Metzgersmeister beste, im Tiefkühlregal geborene Internetkrieger im Naturdarm oder kühlt mal ab Jungs!

Metzgersmeister beste, im Tiefkühlregal geborene Internetkrieger im Naturdarm oder kühlt mal ab Jungs!

Boah das ist so lecker!“, denke ich mir und verschmause mein vegetarisches Cordon Bleu. Dazu gestampfte Kartoffeln mit Sauerkraut und dunkle Sauce. Einfach gut! Ich könnte mich darin suhlen! Ähm… ja, sorry war aber echt gut das Essen! 😉

Es gibt so Tage, da habe echt mal richtig Bock auf etwas vegetarisches „Nachgemachtes“. Sprich mal ein Gemüse Pattie für den Burger, fleischlose Bratwurst für die Currysauce oder auch einfach mal Aufschnitt für das Butterbrot.

Mittlerweile gibt es viel Auswahl an fleischlosen Alternativen in den Kühlregalen der meisten Supermärkte. Hier gibt es jedoch genauso viele wirklich leckere Sachen, wie unfassbar schlechte, welche einfach zum Fürchten schmecken.

Aktuell herrscht ja regelrechte Aufruhr um das Thema fleischlose Ernährung, Alternativen, usw.!

Warum hat der Discounter nichts mehr von dem ultimativen, amerikanischen Veggie Burger? Wieso baut der Discounter mit dem großen, blauen A jetzt seinen eigenen Veggie Burger?! Weshalb heißt es vegetarische Wurst, obwohl da gar keine Wurst drin ist? Wieso hat die fleischlose Alternative denn die Form eines Schnitzel?!

Ich kann hier noch zig Dinge aufführen und bei den meisten frage ich mich weshalb es zu teils so hitzigen Diskussionen kommen kann!

Gerade jetzt erst wieder hatte ich die Kommentare unter einem Beitrag gelesen, welcher online mit dem Thema „Wie gut ist Fleischersatz wirklich?“ veröffentlicht wurde.

Was hier teils an Hass zum Vorschein kam war der pure Knaller! Neben dem Hass verspürte ich aber auch eine so unangenehme Art des Fremdschämens für ein paar meiner Mitmenschen, dass ich für mich beschloss nicht weiter zu lesen und die Seite mit dem eh nicht wirklich informativen Bericht schloss. Tiiiiief durchgeatmet…. puhh.

Heiliger Bimbam, wenn man allgemein die Kommentare im Internet so liest, da hat man ja fast den Bammel auf offener Straße würden sich die Fleisch und Veggie Fronten mit Steinen bewerfen wollen…

Da stelle ich mir direkt die Frage: „Wer würde da wohl größere Steine werfen?

Klar, jeder kennt die Witze, dass Vegetarier*innen und vor allem auch gerne die Veganer*innen unter uns, doch allzu gerne erwähnen, welchen Ernährungsstil sie verfolgen und mit Glanz und Gloria zelebrieren und ausleben.

Ja, die kenne ich und ihr kennt die Leutchen auch. Ja, ich gebe auch zu, dass sich dies manchmal auch bestätigt. So Typen gibt’s halt. 😉 Menschen, welche das Bedürfnis haben, zu zeigen wie besonders sie doch sind oder sie sich zumindest fühlen. Na und?

Jo.. macht ihr alle mal, kein Thema.

Viel interessanter finde ich mittlerweile jedoch die Entwicklung des wütenden, auch im Winter grillenden, Kompaktsportler in für ihn und seine Erna unpassenden Farben fahrenden, Mittvierziger! Wat ne Beschreibung! Ihr wisst. Diesen einen Typen halt. Der Typ halt der sich nach der Arbeit nicht sein Stück Fleisch verbieten lässt. Na, dieser Typ halt! 😛

Boah im Ernst Jungs! Was da los mit euch?
Ihr seid ja richtig wütend in den Weiten des Internets unterwegs.

Euch will niemand was wegnehmen. Euch will auch niemand was madig reden. Dies würde man bei eurer Einstellung sicher eh nicht schaffen. Euch will auch niemand dazu nötigen nur noch von Grünzeugs und Körner zu leben! In eurer ganzen Wut und schnellen Tipperei um den nächsten bösen Kommentar schussbereit zu haben, wird nicht nur halbwegs die Rechtschreibung vergessen, nein, ihr reißt das Thema auch völlig aus dem Kontext.

Es geht, wie so oft, lediglich darum weniger Fleisch zu essen. Sich der Sache einfach bewusster zu werden, dass es nicht einfach im Regal liegt, frei nach dem Motto: „Die Kühltheke hat ein Schnitzel geboren!“

Nein, so einfach kommt man bei dem Thema nicht mehr davon. Man muss sich heute die Frage stellen: Wie viel Wasser wird für die Herstellung für ein Kilo Hackfleisch benötigt? Wie viel Methangas werden bei einem einzigen Rind freigesetzt bis ich mein Happi auf dem Teller habe? Muss ich mir heute zum dritten Tag in Folge meine zwei Mettbrötchen beim Metzger holen? In der Pause Currywurst vonne Pommesbutze und abends Schnitzel von dem holden Weib zuhause erwarten? Es geht nicht nur darum, dass immer die Allzweckwaffe „Ich kaufe mein Fleisch und Aufschnitt immer bei meinem Metzger des Vertrauens!“ gezückt wird.

Wir müssen uns nicht immer wehren! Für führen doch kein Krieg der Würste oder der Karotten!

Es geht schlicht und einfach darum, sich selbst und sein Konsumverhalten zu reflektieren. Genau dies ist für viele Menschen wohl dass schwerste an der Sache. Sich selbst zu reflektieren. Zu schauen wie man mit seiner Umwelt umgeht und Änderungen und Taten folgen lassen.

Du sollst nicht gegen deinen Willen für den Rest deines Lebens Karotten essen! Nein, du hast aber die Möglichkeit aus dir eine bessere Person zu machen als vorher. Egal ob du zweimal die Woche gutes, saftiges Fleisch vom heimischen Grill isst oder einen wunderbar nach frischen Gewürzen duftenden, wärmenden Auflauf mit Gemüse. Du sollst dein Fleisch haben. Kein Thema, aber bitte setze in dein Konsumverhalten ein bisschen Hirnschmalz.

Nicht immer direkt den grünen, kohlköpfigen und für die Karottis unter uns, den roten, schweinsgesichtigen Teufel an die Wand malen. Streitereien sind nervig und meist auch unnötig! Auch wenn’s dabei um die Wurst geht. 😉

//Nachwort//

Der immense Fleischkonsum unserer Gesellschaft dient hier als Paradebeispiel, jedoch müsse wir natürlich allgemein unser Konsumverhalten hinterfragen und optimieren. Egal ob es das Thema Ernährung betrifft oder auch zum Beispiel Bekleidung. Hierzu bald mehr.

Ruth

Ruth

Hallo und herzlich willkommen ihr Andersmacher, Sonderlinge und Ökolatschenträger! Ich bin Sandra und die Person hinter dem Blog ruthmachtmut.de. Dich interessieren regionale und globale Beiträge sowie Tipps rund um die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimaschutz? Du hast Lust auf DIYs? Dann wirst du hier sicherlich noch viele interessante Beiträge finden!

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